Erstellung
Einbau
Inbetriebnahme
Rohbau WR
Verzinkung
Wasserbau
Montageprobe
Verzinkung

Anfang Mai 2004 nahm ich erneut Kontakt mit dem Galvanisierungsbetrieb in der Schweiz auf, um den Termin für die Abholung und Verzinkung abzustimmen. Da ich die Abmessungen und eine Zeichnung Anfang Januar 2004 übermittelt hatte, erwartete ich keinerlei Schwierigkeiten. Der Lastkraftwagen aus der Schweiz kam dann auch, lud die beiden angerosteten Radhälften auf und Tags drauf klingelte mein Telefon.
Der Meister der Verzinkerei meldete sich und teilte mir mit, dass er sich außer Stande sähe, dieses Rad zu verzinken. Erstens, so sagte er, sei es für sein Zinkbad zu groß - und Zweitens würde es ja nach beiden Seiten “schöpfen”. - Ich fiel aus allen Wolken. Hatte ich mich doch mit meinem Freund Uli im Vorfeld beraten und waren beide der Ansicht, das es verzinkbar sei. Auch hatte der Verzinker nach Erhalt des 3-D Modells im Vorfeld keinerlei Einwände erhoben...
Schließlich fanden wir eine Lösung. Eine andere Verzinkerei; mir größerem Becken; in der Nähe von Bern erwieß sich als geeignet.

Am 12. Mai 2004 war es dann so weit. Morgens fuhr ich nach Aarberg um diesem Arbeitsschritt beizuwohnen. Ausgestattet mit einem Helm und den üblichen Sicherheitshinweisen wurde ich zum Zinkbad geführt und konnte “live” miterleben, wie mein Rad die Feuerprobe bestand...

Gleichzeitig halten 6 Angestellte mit Schabern die Schlacke vom Rad fern. Anderenfalls könnte es Einschlüsse in der Zinkschicht geben. Diese wären außer einer optischen Beeinträchtigung auch Korrossionsherde.

Die beiden Radhälften waren in einem vorherigen Arbeitsgang von Fetten, Ölen und dem Bewitterungsrost befreit worden.
An zwei Kranen hängend werden sie nun in das ca. 450° C heiße Zinkbad eingetaucht. .

Die beiden Krane verfügen über je eine Rütteleinrichtung. Diese sorgen dafür, daß das Rad sich ständig im Bad bewegt und Luftblasen verschwinden. Gleichzeitig wird jede Radhälfte mit den beiden Kranen schwenkend auf und ab bewegt. Dies ist wichtig, damit der Zink alle Stellen der Konstruktion benetzen und chemisch reagieren kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Silbern tauchen die Radhälften aus dem Bad auf.
Nun bleiben sie noch eine Woche in der Verzinkerei. Werden verputzt, gesäubert und im Trockenen gelagert.
Diese anschließende Lagerung ist wichtig, um einer Weißrostbildung entgegen zu wirken.

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